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Der Gscheid Haferl Blog

02.07.26

Kalter Kaffee: Cold Brew, Iced Coffee und Espresso Tonic – unsere Sommer-Rezepte

Fast 40 Grad hatten wir letzte Woche in Bad Kötzting – da blieb selbst bei uns in der Rösterei so manches Haferl kalt. Zum Glück ist kalter Kaffee längst mehr als der traurige Rest in der Kanne: Cold Brew, Iced Coffee und Espresso Tonic sind drei richtig gute Gründe, sich auf die nächste Hitzewelle zu freuen. Hier kommen unsere Rezepte aus Laden und Rösterei – samt der Bohnen, die dafür taugen.

Die Kurzfassung: drei Wege zu kaltem Kaffee

Cold Brew wird kalt angesetzt und zieht 12–18 Stunden – mild, süßlich, kaum Säure. Iced Coffee wird doppelt stark heiß gebrüht und landet direkt auf Eis – frisch, klar, sofort fertig. Espresso Tonic kombiniert einen doppelten Espresso mit Tonic Water auf Eis – bitter-spritzig und der heimliche Star an unserer Kaffeebar.

Cold Brew: Geduld zahlt sich aus

Cold Brew ist die entspannteste Art, Kaffee zu machen: Kaltes Wasser holt über viele Stunden die süßen, fruchtigen Aromen aus der Bohne – und lässt die Bitterstoffe größtenteils zurück. Das Ergebnis ist weich, fast schokoladig-süß, mit sehr wenig Säure.

Unser Cold-Brew-Rezept

  1. 100 g Kaffee grob mahlen (etwa wie für die French Press)
  2. Mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen und kurz umrühren
  3. Abgedeckt 12–18 Stunden in den Kühlschrank stellen
  4. Durch einen Papier- oder Feinsieb-Filter abgießen

Im Kühlschrank hält sich der fertige Cold Brew gut drei bis vier Tage – perfekt auf Vorrat. Pur auf Eis trinken, mit einem Schuss Milch oder Hafermilch.

Welche Bohnen für Cold Brew?

Unsere gewaschenen Filterkaffees – deren klare, fruchtige Aromen kommen im Cold Brew am besten raus: der klassisch-milde gscheid.guad, der fruchtige gscheid.bärig und der Kenia 'Ol'Ochoy' mit seinen Beeren-Aromen.

Iced Coffee: eiskalt in fünf Minuten

Keine 18 Stunden Zeit? Dann brühst Du Deinen Kaffee einfach heiß direkt aufs Eis – in Japan macht man das schon lange so. Der Trick: doppelt stark brühen, denn das schmelzende Eis kühlt und verdünnt in einem Rutsch. So bleiben die feinen Aromen erhalten, die beim langsamen Abkühlen verloren gingen.

Unser Iced-Coffee-Rezept für Zuhause

  1. 30 g Kaffee mahlen wie gewohnt für den Handfilter
  2. 250 g Eiswürfel in die Kanne geben
  3. Mit nur 250 ml heißem Wasser wie gewohnt aufbrühen
  4. Umrühren, ins Glas auf frisches Eis gießen

Im Laden gibts unseren Iced Coffee übrigens einfach als Batch Brew auf Eis. Auch unkonzentriert sehr fein - und im Sommer darfs auch ruhig etwas leichter sein.

Welche Bohnen?

Dieselben wie beim Cold Brew: gscheid.guad, gscheid.bärig oder Kenia 'Ol'Ochoy'.

Espresso Tonic: das Laden-Rezept

Klingt erstmal schräg, ist aber seit Jahren der Sommer-Liebling an unserer Kaffeebar: Das bitter-spritzige Tonic und ein fruchtiger Espresso passen erstaunlich gut zusammen. So servieren wir ihn im Laden:

  1. Ein Glas randvoll mit Eiswürfeln füllen
  2. Mit Fever-Tree Mediterranean Tonic auffüllen
  3. Einen doppelten Espresso langsam darübergießen
  4. Mit einer Scheibe Zitrone und einem Zweigerl Rosmarin servieren

Welche Bohnen für Espresso Tonic?

Hier greifst Du zu unseren etwas helleren Medium-Röstungen – die schneiden mit ihrer Frucht durchs Tonic, statt darin unterzugehen: gscheid.sonnig, gscheid.nussig oder siebn.gscheid.

Iced Espresso, Cappuccino & Flat White: für Siebträger-Besitzer

Du hast eine Siebträgermaschine daheim? Dann brauchst Du für richtig guten Eiskaffee genau drei Dinge: Eis, kalte Milch und einen ordentlichen doppelten Espresso.

Iced Espresso

Doppelten Espresso direkt auf ein Glas voll Eis ziehen – fertig. Wer’s eleganter mag, schüttelt ihn als Shakerato: Espresso mit Eiswürfeln und nach Geschmack etwas Zucker kräftig im Shaker (oder Schraubglas) schütteln, abseihen – ergibt eine feine, kalte Crema.

Iced Cappuccino

Glas mit Eis, gut zur Hälfte mit kalter Milch auffüllen, doppelten Espresso darübergießen. Für die Schaumhaube die Milch vorher kurz kalt aufschäumen – mit dem Milchschäumer oder ein paar kräftigen Stößen in der French Press.

Iced Flat White

Wie der Cappuccino, nur kaffeebetonter: doppelter Espresso auf Eis, mit kalter Milch auffüllen, wenig bis kein Schaum.

Die Bohnen? Dieselben wie beim Espresso Tonic: gscheid.sonnig, gscheid.nussig oder siebn.gscheid. Und wer nicht selbst Hand anlegen mag: All das gibt’s im Sommer auch an unserer Kaffeebar im Laden – mit Bergbauern- oder Hafermilch von Moelk.

Zu heiß zum Selbermachen?

Verstehen wir. Espresso Tonic und Iced Coffee gibt's im Sommer auch fix und fertig bei uns im Laden in der Herrenstraße 10 in Bad Kötzting – Di/Do/Fr 9–18 Uhr, Sa 9–12 Uhr. Und für laue Abende steht der Coldbrew-Kaffeelikör „gscheid.guad“ im Regal – die Erwachsenen-Version des kalten Kaffees. Schmeckt auch mit Tonic hervorragend.

Häufige Fragen zu kaltem Kaffee

Was ist der Unterschied zwischen Cold Brew und Iced Coffee?

Cold Brew wird kalt angesetzt und zieht 12–18 Stunden – das macht ihn mild und säurearm. Iced Coffee wird heiß gebrüht und sofort auf Eis gekühlt – das geht schnell und schmeckt frischer und klarer.

Hat Cold Brew weniger Säure?

Ja. Bei der kalten Extraktion lösen sich deutlich weniger Säuren und Bitterstoffe als beim heißen Brühen. Deshalb vertragen viele Cold Brew besser als heißen Filterkaffee.

Wie lange hält sich Cold Brew im Kühlschrank?

Gut abgedeckt drei bis vier Tage. Danach verliert er langsam an Frische – schlecht wird er nicht sofort, aber der Geschmack lässt nach.

Welcher Kaffee eignet sich für kalten Kaffee?

Für Cold Brew und Iced Coffee: gewaschene, fruchtige Filterkaffees. Für Espresso Tonic und Iced Espresso: hellere Medium-Espressoröstungen. Von sehr dunklen Röstungen raten wir bei kalten Getränken eher ab – deren Röstaromen wirken kalt schnell bitter.